Ein Welpe oder Kitten ist eingezogen – und plötzlich gibt es viele Fragen: Ist der bisherige Impfplan vollständig? Passt das Futter? Welche Entwurmung wurde gegeben? Ist der kleine Knubbel am Nabel normal? Und wie lässt sich verhindern, dass der erste Praxisbesuch gleich zur Stressprobe wird?
Der erste Termin ist deshalb keine kurze „Impfstation“. Er ist eine Bestandsaufnahme und der Anfang eines Vorsorgeplans, der sich in den nächsten Monaten mit Ihrem Tier weiterentwickelt.
Das Wichtigste in Kürze
- Vereinbaren Sie den ersten regulären Gesundheitscheck möglichst früh nach dem Einzug, besonders wenn Vorgeschichte oder Unterlagen unklar sind.
- Bringen Sie Impfpass, bisherige Befunde, Entwurmungsdaten und eine genaue Liste von Futter, Medikamenten und Ergänzungen mit.
- Lassen Sie Ihr Tier vor dem Termin normal fressen, sofern die Praxis nicht ausdrücklich etwas anderes sagt. Kleine vertraute Leckerchen können für eine positive Untersuchung sehr hilfreich sein.
- Der erste Termin umfasst eine gründliche körperliche Untersuchung und Gespräche über Impfungen, Parasiten, Ernährung, Verhalten, Kennzeichnung und weitere Termine.
- Welpen und Kitten brauchen in der Regel mehrere Praxisbesuche, bis Grundimmunisierung und frühe Vorsorge abgeschlossen sind.
- Ein positives, ruhiges Erlebnis ist medizinisch relevant: Es erleichtert Untersuchungen und Behandlungen ein Tierleben lang.
Wann sollte der erste Termin stattfinden?
Ist das Tier munter und sind keine Beschwerden bekannt, ist ein Termin in den ersten Tagen nach dem Einzug sinnvoll. So können vorhandene Unterlagen früh geprüft, Gesundheitsfragen geklärt und die nächsten Impfungen rechtzeitig geplant werden. Bei Welpen oder Kitten aus dem Ausland, aus ungeklärter Herkunft, aus einem größeren Bestand oder mit Kontakt zu weiteren Tieren kann eine besonders zeitnahe Untersuchung wichtig sein.
Warten Sie nicht auf einen regulären Vorsorgetermin, wenn Ihr junges Tier deutlich krank wirkt. Wiederholtes Erbrechen, starker oder blutiger Durchfall, Atemnot, Kollaps, ausgeprägte Schwäche oder fehlende Futter- und Wasseraufnahme können bei Jungtieren rasch kritisch werden.
Was sollten Sie mitbringen?
Unterlagen
- Impfpass oder EU-Heimtierausweis
- Kauf-, Übergabe- oder Tierschutzunterlagen, soweit medizinisch relevant
- vorhandene Untersuchungsbefunde und Laborergebnisse
- Dokumentation bisheriger Entwurmungen und anderer Parasitenbehandlungen mit Produkt und Datum
- Chipnummer und vorhandene Registrierungsunterlagen
- bei Auslandstieren verfügbare Einreise-, Impf- und Testnachweise
Fotos der Unterlagen sind besser als gar keine Information. Für die verlässliche Anerkennung einer Impfung werden aber lesbare Einträge mit Datum, Impfstoff und tierärztlicher Dokumentation benötigt.
Futter und Medikamente
Notieren oder fotografieren Sie:
- genaue Futtersorte und Tagesmenge
- Leckerchen, Kauartikel und Tischfutter
- Medikamente, Spot-ons und Ergänzungsfuttermittel
- Uhrzeit der letzten Mahlzeit
- bisherige Futterwechsel und deren Verträglichkeit
Die Bezeichnung „Trockenfutter“ oder „Nassfutter“ reicht für eine Ernährungsbeurteilung nicht aus. Ein Foto von Vorder- und Rückseite der Packung ist oft sehr hilfreich.
Ihre Beobachtungen
Überlegen Sie vorab:
- Wie sind Appetit, Trinkverhalten, Kot und Urinabsatz?
- Gibt es Husten, Niesen, Nasen- oder Augenausfluss?
- Kratzt sich das Tier, schüttelt es den Kopf oder hat es kahle Stellen?
- Wie bewegt, spielt und schläft es?
- Zeigt es Angst, Unruhe, ungewöhnliche Lautäußerungen oder Probleme beim Alleinbleiben?
- Gab es Kontakt zu anderen Tieren, Reisen oder einen Haltungswechsel?
Kurze Handyvideos können Bewegungsauffälligkeiten, Hustenepisoden oder ein Verhalten zeigen, das in der Praxis gerade nicht auftritt.
Zum Abhaken
Checkliste für den ersten Termin
Unterlagen
Transport
Futter und Medikamente
Beobachtungen
Fragen an die Praxis
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So gelingt die Anfahrt mit einem Welpen
Sichern Sie den Welpen im Auto in einer geeigneten Transportbox oder mit einem geprüften Rückhaltesystem. Eine vertraute Decke und einige kleine, gut verträgliche Leckerchen helfen. Planen Sie genug Zeit ein, damit Hektik nicht zusätzlich ansteckt.
Lassen Sie den Welpen vor der Fahrt lösen, vermeiden Sie aber bis zur ausreichenden Immunisierung stark frequentierte und mit fremdem Hundekot belastete Flächen. In der Praxis bleibt er je nach Situation auf dem Arm, in seiner Box oder auf einer sauberen Unterlage, bis das Team etwas anderes empfiehlt.
So gelingt die Anfahrt mit einem Kitten
Die Transportbox sollte schon zu Hause ein vertrauter Ort sein – nicht ein Gegenstand, der nur kurz vor unangenehmen Fahrten auftaucht. Ideal ist eine stabile Box, die sich von oben öffnen oder auseinandernehmen lässt. Stellen Sie sie offen in den Wohnbereich, legen Sie eine vertraute Decke hinein und verbinden Sie sie mit Futter, Spiel oder Ruhe.1
Für die Fahrt kann eine leichte Decke über der Box visuelle Reize reduzieren. Die Box wird im Auto sicher fixiert und niemals lose oder auf dem Schoß transportiert. Zwingen Sie das Kitten in der Praxis nicht heraus: Häufig kann ein Teil der Untersuchung in der unteren Hälfte einer zerlegbaren Box oder auf der vertrauten Decke beginnen. Katzenfreundliche Leitlinien empfehlen ruhiges, an die Körpersprache angepasstes Handling und raten von grobem Festhalten oder routinemäßigem Nackengriff ab.1
Wenn Ihr Tier bei Transport oder Handling schon ausgeprägt panisch reagiert, informieren Sie die Praxis vorab. Geben Sie keine Beruhigungs- oder Humanmedikamente auf eigene Faust.
Muss mein Tier nüchtern sein?
Für einen normalen Vorsorgetermin meist nicht. Futter kann sogar helfen, die Untersuchung positiv zu verknüpfen. Falls eine Blutuntersuchung, Sedierung oder ein Eingriff geplant ist, erhalten Sie eine konkrete Anweisung. Jungtiere sollten nicht vorsorglich lange nüchtern bleiben, weil sie Energiereserven schneller aufbrauchen können.
Fragen Sie bei Durchfall oder Parasitenverdacht vorab, ob eine Kotprobe gewünscht ist und ob dafür eine Einzelprobe oder eine Sammelprobe benötigt wird. Nicht jede gesunde Erstvorstellung braucht automatisch eine mitgebrachte Kotprobe.
Was passiert beim ersten Termin?
Am Anfang steht ein Gespräch über Herkunft, bisherige Versorgung und Alltag. Danach folgt eine vollständige körperliche Untersuchung. Je nach Alter, Tierart und Kooperationsbereitschaft werden unter anderem beurteilt:23
- Identität und vorhandener Mikrochip
- Körpergewicht sowie Körper- und Muskelkondition
- Allgemeinverhalten, Hydratation und Schleimhäute
- Augen, Ohren und Nase
- Maulhöhle, Zahnwechsel und Kieferstellung
- Herz und Lunge
- Bauch, Nabel und mögliche Hernien
- Haut, Fell und Hinweise auf Parasiten
- Lymphknoten
- Gliedmaßen, Gelenke, Gangbild und Wirbelsäule
- äußere Geschlechtsorgane; beim Rüden auch die Lage der Hoden, soweit altersgemäß beurteilbar
- Temperatur, Puls und Atmung, wenn dies medizinisch sinnvoll und stressarm möglich ist
Nicht jeder Punkt erfordert eine aufwendige Zusatzuntersuchung. Befunde und Vorgeschichte entscheiden, ob zum Beispiel Kotdiagnostik, Bluttest, Ultraschall oder eine andere Abklärung nötig ist.
Worauf wird beim Welpen besonders geachtet?
Bei Welpen werden unter anderem angeborene Auffälligkeiten, Nabelbruch, Herzgeräusche, Gebiss- und Kieferentwicklung, Hodenabstieg, Bewegungsapparat und Wachstum beurteilt. Rasse und erwartete Endgröße beeinflussen Ernährungs-, Bewegungs- und gegebenenfalls orthopädische Beratung.
Der bisherige Impfverlauf wird anhand der dokumentierten Komponenten geprüft. Die deutsche StIKo-Vet-Leitlinie empfiehlt für Staupe und Parvovirose Impfungen in der 8., 12. und 16. Lebenswoche und eine weitere Impfung im Alter von 15 Monaten. Leptospirose wird regulär in der 8. und 12. Woche sowie mit 15 Monaten eingeplant. Zusätzliche Impfungen richten sich nach Haltung und Exposition.4
Das konkrete Schema kann abweichen, etwa bei späterem Beginn, unbekannter Historie, hohem Infektionsdruck oder einer anderen zugelassenen Produktkombination. Ein früher Impfeintrag allein beweist noch keinen vollständigen Grundschutz.
Worauf wird beim Kitten besonders geachtet?
Neben der allgemeinen Entwicklung werden bei Kitten Augen und Atemwege, Maulhöhle, Nabel, Herz, Haut, Ohren, Fell, Bewegungsapparat und Geschlecht sorgfältig beurteilt. Je nach Herkunft und Kontaktrisiko wird ein Test auf das Feline Leukämievirus (FeLV) und das Feline Immundefizienzvirus (FIV) besprochen.
Feline Fachleitlinien empfehlen, neu aufgenommene Katzen auf Retroviren zu testen, insbesondere vor einer FeLV-Impfung, nach möglicher Exposition oder bei Krankheit. Ein einzelnes Ergebnis muss zum Alter und Infektionszeitpunkt passen: Bei sehr jungen Kitten können beispielsweise mütterliche FIV-Antikörper einen positiven Antikörpertest verursachen, ohne dass das Kitten selbst infiziert ist. Positive oder unklare Befunde benötigen daher Bestätigung und gegebenenfalls eine spätere Kontrolle.5
Für die Core-Impfungen gegen Herpesvirus, Calicivirus und Panleukopenie empfiehlt die StIKo Vet regulär Termine in der 8., 12. und 16. Lebenswoche sowie im Alter von 15 Monaten. Die FeLV-Impfung wird abhängig vom künftigen Kontakt zu anderen Katzen geplant und erst nach Einordnung des FeLV-Status begonnen.4
Parasiten: Was ist bereits erfolgt, was folgt jetzt?
Jungtiere können schon vor oder kurz nach der Geburt mit Spulwürmern infiziert werden. Nach aktueller ESCCAP-Empfehlung gelten für die Aufzucht folgende Orientierungen:67
- Hundewelpen: erste Behandlung gegen Spulwürmer im Alter von zwei Wochen, danach alle zwei Wochen bis zwei Wochen nach Aufnahme der letzten Muttermilch – das sogenannte 2-2-2-Schema
- Katzenwelpen: erste Behandlung im Alter von drei Wochen, danach alle zwei Wochen bis zwei Wochen nach Aufnahme der letzten Muttermilch – das 3-2-2-Schema
Wurde dieses Schema beim Züchter oder in der Pflegestelle begonnen, sind Produkt und Datum wichtig. Danach wird der weitere Parasitenschutz nicht allein nach dem Alter, sondern nach Haltung und Risiko geplant: Freigang, Beutefang, Rohfleisch, enger Tierkontakt, Reisen, Floh- oder Zeckenexposition und kleine Kinder oder immungeschwächte Personen im Haushalt können eine Rolle spielen.
Eine Kotuntersuchung und eine Entwurmung sind nicht in jeder Situation austauschbar. Kotproben erfassen nicht zuverlässig jede frühe oder unregelmäßig ausgeschiedene Infektion; eine Behandlung wirkt wiederum nur gegen die vom Präparat erfassten Parasiten und schützt nicht dauerhaft vor einer neuen Infektion.
Ernährung und Wachstum
Welpen und Kitten benötigen ein vollwertiges Futter für die Wachstumsphase. Beurteilt werden nicht nur Marke oder Fütterungsart, sondern Energiegehalt, vollständige Nährstoffversorgung, Menge, Wachstumsgeschwindigkeit und Körperkondition. Regelmäßiges Wiegen ist besonders bei sehr kleinen Kitten und bei großwüchsigen Hunderassen hilfreich.8
Ein als Alleinfuttermittel ausgewiesenes, passendes Wachstumsfutter sollte nicht ohne tierärztliche oder ernährungsmedizinische Begründung mit Calcium, Mineralpulvern oder Vitaminpräparaten ergänzt werden. Ein Zuviel kann ebenso problematisch sein wie ein Mangel. Bei selbst gekochten oder rohen Rationen ist eine fachgerechte Rationsberechnung besonders im Wachstum wichtig.
Futterumstellungen erfolgen meist schrittweise, sofern kein medizinischer Grund für einen raschen Wechsel besteht. Bei Durchfall nach dem Einzug sind Stress, abrupter Futterwechsel, Parasiten und Infektionen mögliche Ursachen – nicht automatisch eine „Unverträglichkeit“.
Sozialisation: Infektionsschutz ohne vollständige Isolation
Die ersten Lebensmonate sind für Lernen und Verhalten besonders wichtig. Einen Welpen bis zum Abschluss jeder Impfung völlig von der Außenwelt abzuschirmen, kann diese Entwicklungsphase unnötig einschränken. Gleichzeitig ist ein noch nicht vollständig immunisierter Welpe gegenüber Infektionen wie Parvovirose besonders verletzlich.
Sinnvoll sind deshalb kontrollierte, positive Erfahrungen: ruhige Begegnungen mit bekannten gesunden und passend geimpften Hunden, verschiedene Menschen, Geräusche, Untergründe, kurze Fahrten und eine hygienisch geführte Welpengruppe. Stark frequentierte Hundewiesen, unbekannte Hundegruppen und mit Kot belastete Flächen sollten bis zum ausreichenden Schutz gemieden werden. Die American Veterinary Society of Animal Behavior betont besonders die ersten drei Lebensmonate und empfiehlt positive Verstärkung statt Strafe.9
Auch Kitten profitieren von freundlichem, freiwilligem Kontakt, Spiel, Kratz- und Klettermöglichkeiten, Rückzugsorten sowie vorsichtigem Gewöhnen an Pfoten-, Ohren- und Maulberührung. Kurze Übungen mit Transportbox und Untersuchungssituationen sind hilfreicher als seltenes Festhalten gegen Widerstand. Jede Erfahrung sollte so dosiert sein, dass das Tier neugierig oder entspannt bleiben kann.13
Mikrochip: Kennzeichnung und Registrierung sind zwei Schritte
Ein Mikrochip enthält eine auslesbare Identifikationsnummer, aber keine Kontaktdaten und kein GPS. Damit ein Fundtier zugeordnet werden kann, muss die Nummer zusätzlich in einem Haustierregister mit aktuellen Kontaktdaten hinterlegt sein. Prüfen Sie deshalb nach dem Chippen beziehungsweise nach der Übernahme, ob die Registrierung tatsächlich erfolgt ist.10
Für grenzüberschreitende Reisen muss die Kennzeichnung außerdem korrekt im Heimtierausweis dokumentiert sein und grundsätzlich vor der für die Reise gültigen Tollwutimpfung erfolgt sein.11
Kastration: kein pauschaler Termin für jedes Tier
Der erste Besuch ist ein guter Zeitpunkt, um Fortpflanzung, Läufigkeit oder Rolligkeit, Haltung und spätere Kastration anzusprechen. Der geeignete Zeitpunkt hängt bei Hunden unter anderem von Geschlecht, erwarteter Körpergröße, Rasse, Verhalten, Erkrankungsrisiken und Haltungsmanagement ab. Bei Katzen spielen Freigang, Zusammenleben mit unkastrierten Tieren und das hohe Risiko ungeplanter Fortpflanzung eine große Rolle.
Eine pauschale Empfehlung nach einem einzigen Alterswert wird diesen Unterschieden nicht gerecht. Der Plan kann im Verlauf des Wachstums konkretisiert werden.
Was nicht automatisch bei jedem gesunden Jungtier nötig ist
Ein umfangreiches Blutprofil, Röntgenaufnahmen, Ultraschall oder Tests auf jeden denkbaren Erreger sind bei einem klinisch unauffälligen Tier ohne Risikohinweis nicht automatisch Teil des ersten Termins. Diagnostik soll eine konkrete Frage beantworten.
Umgekehrt gilt: Ein unauffälliger Eindruck zu Hause ersetzt keine Untersuchung. Angeborene Herzgeräusche, ein Nabelbruch, Parasiten, Fehlstellungen oder ein unvollständiger Impfstatus können anfangs wenig auffallen.
Wann sollten Sie rasch wieder Kontakt aufnehmen?
Bitte melden Sie sich zeitnah, bei ausgeprägten Beschwerden als Notfall, wenn Ihr Welpe oder Kitten:
- wiederholt erbricht oder starken beziehungsweise blutigen Durchfall hat
- nicht frisst und zugleich matt oder schwach wirkt
- auffällig wenig trinkt oder Zeichen der Austrocknung zeigt
- schwer, sehr schnell oder mit offenem Maul atmet
- blasse, bläuliche oder gelbliche Schleimhäute hat
- nicht urinieren kann oder dabei Schmerzen zeigt
- einen stark aufgeblähten oder schmerzhaften Bauch hat
- krampft, kollabiert oder nicht sicher laufen kann
- nach der Impfung Atemnot, Kollaps oder eine rasche Gesichtsschwellung entwickelt
Jungtiere können schneller dehydrieren und unterzuckern als gesunde erwachsene Tiere. Im Zweifel ist ein früher Anruf sinnvoller als langes Abwarten.
Wie geht es nach dem ersten Besuch weiter?
Am Ende sollten Sie nicht nur einen neuen Eintrag im Impfpass, sondern einen verständlichen Plan mitnehmen:
- nächster Untersuchungstermin
- ausstehende Impfkomponenten und Abschluss der Grundimmunisierung
- Parasitenstrategie und gegebenenfalls Kotkontrolle
- Gewichts- und Wachstumskontrolle
- Fütterung und Zahnentwicklung
- Fragen zu Verhalten, Sozialisation und Training
- Chipregistrierung
- gegebenenfalls weitere Diagnostik oder Verlaufskontrolle
Nicht alles muss in einem langen Termin abschließend gelöst werden. Gute Welpen- und Kittenvorsorge ist eine Reihe kurzer, sinnvoll aufeinander abgestimmter Schritte – und idealerweise beginnt sie mit einer Erfahrung, die Ihr Tier beim nächsten Besuch wiedererkennt: ruhige Menschen, eine vertraute Unterlage und etwas sehr Leckeres.
Quellen und Fußnoten
-
Rodan I et al. (2022): AAFP/ISFM Cat Friendly Veterinary Interaction Guidelines: Approach and Handling Techniques. Herangezogen für Transportboxtraining, stressarmes Vorgehen, Körpersprache und katzenfreundliches Handling. ↩ ↩2 ↩3
-
American Animal Hospital Association (AAHA) (2019): Canine Life Stage Guidelines und Puppy Checklist. Quelle für Untersuchungsumfang, angeborene Erkrankungen, Mikrochip, Ernährung, Verhalten und Folgetermine. ↩
-
Quimby J et al. (2021): 2021 AAHA/AAFP Feline Life Stage Guidelines. Quelle für kittenbezogene Vorsorge, Ernährung, Verhalten, positive Praxiserfahrungen und altersbezogene Gesundheitsplanung. ↩ ↩2
-
Arbeitskreis kleine Haustiere der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) (2025): Leitlinie zur Impfung von Kleintieren – 6. Auflage. Quelle für Core-Komponenten und die genannten Orientierungszeitpunkte der Grundimmunisierung bei Welpen und Kitten. ↩ ↩2
-
Little S et al. (2020): 2020 AAFP Feline Retrovirus Testing and Management Guidelines. Quelle für FeLV-/FIV-Testanlässe, Testgrenzen, Bestätigung auffälliger Befunde und FeLV-Testung vor der Impfung. ↩
-
ESCCAP Deutschland, Stand März 2026: Hundewelpen richtig entwurmen. Quelle für das 2-2-2-Schema. ↩
-
ESCCAP Deutschland (2026): Risikogruppe Katzenwelpe und Wie oft Katzen entwurmen?. Quelle für das 3-2-2-Schema und anschließende Risikobewertung. ↩
-
World Small Animal Veterinary Association (WSAVA): Global Nutrition Guidelines and Toolkit. Quelle für vollständige Ernährungsanamnese, Körperkondition und individuell angepasste Fütterung. ↩
-
American Veterinary Society of Animal Behavior (AVSAB): Puppy Socialization Position Statement. Quelle für Bedeutung der ersten drei Lebensmonate, hygienisch kontrollierte Sozialkontakte und positive Trainingsmethoden. ↩
-
TASSO e. V.: Transponder bei Haustieren und Transponderabfrage. Quelle für die notwendige Kombination aus Kennzeichnung und Registrierung. ↩
-
Europäische Union: Delegierte Verordnung (EU) 2026/133, anwendbar seit 22. April 2026, insbesondere Anhang VII Teil 1; ergänzend Bayerisches Bundesportal: Reisen mit Haustieren; Erhalt eines Heimtierausweises. ↩




